IPSC4EVER - Die Wahrheit über IPSC-Schießsport
Donnerstag, 02 September 2010
Vorwort
Obermeyer pro IPSC
Obermeyer pro IPSC | Obermeyer Hintergründe |
|
|
Otto Obermeyer und sein Verhältnis zum IPSC-Schießsport
Otto Obermeyer war von 1987 bis 1996 Präsident des Bundes Deutscher Sportschützen 1975 e.V. (BDS). Er trat 1996 auf Druck der Mehrheit der Mitglieder des Gesamtvorstandes zurück, um einer eventuellen Absetzung durch den Gesamtvorstand zuvor zu kommen.
Der BDS übernahm 1990 vom Verband für Praktisches Schießen in Deutschland (VPS) die Vertretungsrechte für den IPSC-Schießsport in Deutschland. Im Gefolge ließ der BDS vom Bayerischen Innenministerium eine gegenüber dem internationalen Reglement geänderte Sportordnung sanktionieren. Nach dieser Sportordnung konnte dann bundesweit geschossen werden. Otto Obermeyer stand als BDS-Präsident voll und ganz hinter der Integration des IPSC-Schießsports in den BDS.
Friedrich Gepperth war als BDS-Vizepräsident bereits 1989 beauftragt, sich um eine Integration des IPSC-Schießsport und der im VPS organisierten IPSC-Schützen in den BDS zu kümmern. Dies gelang dann im Juni 1990. Anlässlich der Deutschen Meisterschaften 1990 in Heidelberg entstand das nachfolgende Video. Dies belegt eindeutig die Unterstützung von Otto Obermeyer für den IPSC-Schießsport. Mitschrift des Videos, falls jemand keinen Ton hat:
Rede Otto Obermeyer anlässlich der Siegerehrung der ersten Deutschen Meisterschaft im IPSC-Schießen 1990: "Ich bin sehr stolz darauf, dass wir im BDS die erste Deutsche Meisterschaft im IPSC-Schießen durchführen konnten. 1987 als ich den BDS quasi als Präsident übernommen habe, habe ich ganz vorn als ein wichtiges Ziel hingestellt, das IPSC-Schießen in Deutschland salonfähig zu machen. Sie alle wissen wie schwierig so was ist, aber ich glaube, wir sind diesem Ziel sehr sehr nahe gekommen, auch wenn noch einige Polizeibehörden in Deutschland das anders sehen. Aber ich bin da eigentlich sehr optimistisch und wenn wir durch Europa nicht irgendwelche Rückschläge erfahren, gehe ich davon aus, dass in ein, zwei, drei Jahren das IPSC-Schießen in Deutschland geschossen wird, ganz normal wie jedes andere Schießen auch." Auch in den folgenden Jahren gab es von Seiten Otto Obermeyers niemals irgendwelche Einwände, Bedenken oder Vorbehalte gegenüber dem IPSC-Schießsport im BDS.
Wie der nachfolgende Artikel im DWJ von 1993 zeigt, kümmerte sich Otto Obermeyer persönlich um die Förderung des IPSC-Schießsports.
Klarstellung DWJ 5/1993
1996 musste Otto Obermeyer, wie oben dargestellt, zurücktreten. Dieser Rücktritt hatte nicht das Geringste mit dem IPSC-Schießsport zu tun. Schon gar nicht über die Ausgestaltung entsprechender Übungen oder die Art des Schießens.
Der Hintergrund war einfach der, dass viele Mitglieder des Gesamtvorstandes sich nicht weiterhin in einer untragbaren Weise behandeln lassen wollten, dieses insbesondere auch noch angesichts der Tatsache, dass Obermeyer im Gegensatz zu allen anderen Funktionären, die rein ehrenamtlich tätig waren, eine monatliche Aufwandsentschädigung von 6.000,- DM bezog.
Ihm wurde eine Sekretärin gestellt und die Hälfte der Miete seiner Kanzlei wurde ebenfalls vom BDS bezahlt. Als er als Präsident abtreten musste, wurde ihm vom BDS als Übergangshilfe eine Abfindung in Höhe von mehreren zehntausend DM gezahlt. Otto Obermeyer war immer der festen Überzeugung, dass der BDS ohne ihn überhaupt nicht funktionieren könnte. Für den Fall seiner Absetzung plante er, einen eigenen Schießsportverband zu gründen. Er war sich sicher, dass ihm viele Mitglieder des BDS sofort folgen würden. Deshalb versuchte er, unmittelbar nach seinem Rücktritt, einen „Deutschen Schützenverband 1996 als Zentralverband für sportliches Großkaliberschießen und Schützentradition“ ins Leben zu rufen. Scheinbar war die Beteiligung so überwältigend, dass man, abgesehen von diesem Flyer, den wir hier abbilden, niemals mehr von diesem Obermeyer´schen Verband etwas gehört hat. Vorstellung "Sportprogramm" Otto Obermeyer
Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass Otto Obermeyer in seinem Verband folgende Disziplinen anbietet: „Für Kurzwaffen, unterschiedliche Distanzen - Sportliches Bewegungsschießen angelehnt an internationale Regeln.
Zur Erläuterung sei auf folgendes hingewiesen: International gibt es sportliches Bewegungsschießen nur in zwei Verbänden. Bei der IPSC und bei der IDPA. Die IDPA ist eine Vereinigung für reines Verteidigungsschießen und wird in Deutschland, weil sie nur Waffenscheininhabern vorbehalten ist, nicht sportlich ausgeübt. Das heißt im Klartext, Otto Obermeyer wollte mit seinem eigenen Verband eine Art IPSC-Schießsport anbieten! |